Atelier für Biografiearbeiten

Dr. phil. Renate Blaser, Länggassstrasse 14, 3012 Bern - 5 Minuten zu Fuss vom HB (Welle)
Fachpsychologin für Kinder- und Jugendpsychologie FSP
Fachpsychologin für Psychotherapie FSP
Sportpsychologin SASP

Telefon 079 720 59 79 - atelier@blaser-psychologie.ch

Verhaltenstherapie und lösungsorientierte Therapie



  

Was ist Verhaltenstherapie?
 
Für die Verhaltenstherapie hat LERNEN eine zentrale Bedeutung. Wir wenden früher erlernte Verhaltensweisen in den verschiedenen Lebenssituationen an und lernen auch ständig neue Verhaltensweisen dazu.
Das LERNEN verläuft für jedes Kind und jeden Erwachsenen anderes. Die Umwelt, die Herkunft und das soziale und kulturelle Umfeld prägen das LERNEN. Zusammen mit den geerbten Eigenschaften und den individuellen Zielvorstellungen ergibt sich für jede Persönlichkeit eine einzigartige LERNgeschichte.
Die Verhaltenstherapie sieht psychische Probleme als Ergebnis von fehlgegangenem LERNEN. Dieses kann auch wieder „verlernt“ werden. In der Verhaltenstherapie wird dazu das Verhalten auf vier Ebenen analysiert.
- die Gefühle (z.B. Ängste)
- das Denken (z.B. ich kann das ja doch nie)
- der Körper (z.B. Kopfweh)
- das Tun (z.B. weglaufen, nichts sagen)
Die Bedingungen, die das Verhalten auslösen oder aufrechterhalten, werden geklärt und Möglichkeiten der Veränderung aufgezeigt.
Dann werden Therapieziele festgelegt. Die Verhaltenstherapie setzt eine Vielzahl von Methoden ein. Dazu gehören Entspannungstechniken, Desensibilisierung, Verstärkerpläne, Time-out-Technik, Unterscheidungslernen, Wahrnehmungstraining, Problemlösetraining, Modellernen, Beobachtungslernen, Selbstbeobachtung, Selbstkontrolle, Rollenspiele ( mit Kindern Puppenspiele, Bilderbücher, Geschichten).
Alle Methoden erfordern aktive Mitarbeit, damit später die Probleme selbständig bewältigt werden können.
 
 
Was ist lösungsorientierte Therapie?
 
Die lösungsorientierte Therapie geht von der Annahme aus, dass Menschen grundsätzlich über die Fähigkeit verfügen, ihr Leben positiv zu gestalten. Ziel der Therapie ist es, die persönlichen Fähigkeiten und sozialen Stärken eines Menschen zu erkennen und zu aktivieren, damit er den Herausforderungen oder einem Problem besser begegnen kann.
 
In der lösungsorientierten Therapie ist der Blickwechsel vom Problem zu möglichen Lösungen zentral. In der Therapiearbeit wird Schritt für Schritt auf eine Lösung hingearbeitet. Wichtig ist, dass die einzelnen Schritte klein sind und im Alltag auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden. Alles, was gut funktioniert und einen Schritt näher zur Lösung führt, wird beibehalten. Was sich nicht bewährt, muss neu überlegt und durch ein neues Verhalten ersetzt werden.
 
In der Kindertherapie sind dem Gebrauch der Sprache oft Grenzen gesetzt. So werden bevorzugt andere Medien eingesetzt, um Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen, Schwierigkeiten, Erlebnisse sowie Ziel- und Wunschvorstellungen auszudrücken. Kinderzeichnungen eignen sich dabei besonders, eigene Vorstellungen und Veränderungsmöglichkeiten darzustellen. Weitere wichtige Hilfsmittel sind das Rollenspiel, die Arbeit mit Tieren und Figuren, das Erfinden und Erzählen von Geschichten.
 
In der Kindertherapie ist die Zusammenarbeit mit den Eltern zentral. Eltern sollen die Entwicklungsschritte und Veränderungen ihres Kindes verstehen und mittragen können. Nur so besteht die Möglichkeit, dass ein Kind sein Ziel erreichen kann und auf diese Weise gestärkt, neue Anforderungen bewältigen kann.
 

Biografiearbeiten als Methode!

In beiden oben genannten Therapierichtungen setze ich häufig biografisches Material ein, das systematisch analysiert wird (vergl. SORCK - Methode). 

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